Der Abend des diesjährigen Weltgebetstags der Frauen stand ganz unter dem Zeichen der Ökumene und des Gastlandes Slowenien. Gleichzeitig war mit diesem Gottesdienst auch ein Jubiläum verbunden, da der Gebetstag seit nunmehr 70 Jahren auch in Deutschland stattfindet. In unserem Bistum wurde dieser Abend in vielen Gemeinden gemeinsam mit den evangelischen Schwestern vorbereitet und mit Männern und Frauen gemeinsam begangen. So war es auch in Merseburg und in der Kathedrale St. Sebastian in Magdeburg. Musikalisch untermalt wurde der Abend durch bekannte, aber auch durch extra für die Veranstaltung geschriebene Lieder.
Während des gesamten Gottesdienstes wurde das Projektland nicht aus den Augen gelassen. So gaben vier kurze Lebensgeschichten von slowenischen Frauen einen Einblick in den dortigen Alltag. Das Zentrum des gemeinsamen Gebetes bildete die Lesung aus dem Lukasevangelium. Wie Jesus wollen die Frauen an diesem Tag besonders auf die Armen und Schwachen hinweisen, damit diese nicht in Vergessenheit geraten.
Der Weltgebetstag unterstütz in diesem Jahr die Stiftung FNEB, die in Kolumbien Familien berät und begleitet, deren Angehörige gewaltsam verschwunden sind. Dies ist eines von insgesamt über 100 Projekten, die durch den Weltgebetstag gefördert werden. Stets geht es darum, Kinder und Frauen weltweit zu stärken.
Den Abschluss des Gottesdienstes bildeten Fürbitten, in denen für ein friedliches Miteinander zwischen Generationen und Religionen, für soziale Sicherheit und Bildung sowie für politische Verantwortung gegenüber Geflüchteten, Migranten und den Benachteiligten gebetet wurde.
Nach dem Gottesdienst luden die Frauen zu einem gemütlichen Beisammensein und zum Verzehr von typisch slowenischen Köstlichkeiten ein.
Der nächste Weltgebetstag steht unter dem Motto: „Steh auf, nimm deine Sachen und geh!“ aus dem Johannesevangelium und wird von Frauen aus Simbabwe gestaltet. (TT)